Volksschule Lustenau Hasenfeld
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Volksschule Lustenau Hasenfeld: 3b Klasse mit Frau Christa Hunziker and Frau Antoinette Natter.
Diese kurze Unterrichtsdokumentation entstand in zwei Stunden der 3b Klasse im Mai 1998. In der Klasse sind 15 reguläre Kinder und fünf weitere mit verschiedenen Behinderungen. Aufgrund der neuen Gesetzeslage in Österreich unterrichtet eine zweite Lehrerin, die in allen Unterrichtsstunden anwesend ist, in der Klasse.
Vieles spricht für diese Form der Integration, da alle Schüler mit einer Behinderung im Einzugsgebiet der Schule wohnen und daher gewährleistet ist, dass alle Schüler des Sprengels gemeinsam unterrichtet werden. Das heißt natürlich nicht, dass die Lernziele die gleichen sind, da intellektuelle und physische Möglichkeiten und Fähigkeiten sehr weit auseinandergehen. Generell wird nach dem Volksschullehrplan unterrichtet, wann immer es geht; der Sonderschullehrplan wird eingesetzt, wenn nötig.
Was bringt es, diese beiden Gruppen von Kindern gemeinsam zu unterrichten? Volksschulkinder lernen, mit gleichaltrigen behinderten Kindern natürlich und unkompliziert umzugehen. Das Teilen desselben Klassenzimmers hilft, eine Atmosphäre zu schaffen, die nicht auf Wettbewerb, sondern auf gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit baut. Die Schülerinnen entwickeln ein Bewußtsein ihrer eigenen Fähigkeiten, was wiederum ihr Selbstbewußtsein stärkt. Überdies bieten viele langsameren Mitschülern ihre Hilfe an, sie lernen zu teilen, zu unterstützen und zusammenzuarbeiten. Eine Studie belegt, dass Ängste von Eltern bezüglich des erreichbaren Leistungsstandes unberechtigt sind: der allgemeine Leistungsstand der regulären Schüler und Schülerinnen ist sicher nicht niedriger in Integrationsklassen als in Kontrollgruppen.
Die Vorteile für Kinder mit einer Behinderung scheinen auf der Hand zu liegen: sie werden nicht in eine "heimartige" Institution irgendwo außerhalb der Heimatgemeinde geschickt, sondern sie wachsen in ihrem Wohnbereich auf. Sie kommen dadurch in Kontakt mit normalen Lern- und Lebensanforderungen, und sie lernen durch Erfahrung, dass ihre Behinderung sie nicht vom Leben ihrer Mitmenschen ausschließt.
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