Zuerst stellt sich grundsätzlich die Frage: Will
mein Kind überhaupt etwas ändern?
Und nicht: will ich als Mutter, als Vater etwas
verändern.
Es ist schmerzlich, zuschauen zu müssen, wie jemand Fehler macht, die er nicht gemacht hätte, wenn er zugehört hätte. Aber nicht selten braucht es den Misserfolg, um den Leidensdruck groß genug werden zu lassen.
Es lässt sich im Leben erst etwas anpacken, wenn derieser LeidensdDruck bei der entsprechenden Person sso groß geworden ist, dass sieman selber etwas verändern möchte. Wenn das Kind selber keinen Handlungsbedarf sieht, werden die meisten Maßnahmen ins Leere gehen. Deswegen kann eine negative Schularbeit, eine verhaute Prüfung etz. Anlass sein, mit dem Jjungendlichen Mann, der jungen Frau ein ernsthaftes Gespräch zu führhen.
Grundsätzlich aber gilt, es ist besser, früher damit anzufangen als später, wenn die Strategien des Verdrängens und Verlernens lernensstrategien schon eingeübtverfestigt sind. Ganz klar, dass es dafür viel Geduld und eine positive Grundhaltung der Mutter, des Vaters braucht, die dann auf das Kind ausstrahlt. Nur in einem Klima des Wohlwollens lassen sich Lernerfolge und Verhaltensänderungen erzielen.
Was lässt sich nun tun, um den Lernerfolg zu bessern?
Und wir Lehrer und Eltern tun ein Übriges, um die Glaubenssätze unserer Kinder weiter negativ einzuüben. Daher: positiv denken, aber nicht lügen.
Die Glaubenssätze sind so einzustellen, dass sie das Lernen positiv beeinflussen und Selbstbewusstsein geben, aber nicht lügen:
"Ich habe diese Schularbeit verhaut, weil ich dies und das nicht richtig verstanden habe. Das passiert mir nicht noch einmal, weil ich ab sofort mehr lerne.".
"Ich bin nicht dumm, aber dies und das habe ich nicht richtig verstanden. Beim nächsten Mal frage ich rechtzeitig.
Gleichzeitig mit der Veränderung der Glaubenssätze muss aber auch die Vorstellung verändert werden, die inneren Bilder. Ich muss mir sagen können: Ich kann mir vorstellen, dass.... Nur was ich mir vorstelle ist möglich. Drehen wir also den Spieß um: Wenn ich etwas erreichen möchte, mach ich es mir vorstellbar.
Ich schließe die Augen und stelle mir vor, wie ich die Schularbeit zurückerhalte. Der Lehrer lächelt mir zu und sagt: "Das hast du gut gemacht."
Je lebhafter und intensiver die Vorstellungen sind, desto besser.
Daher: stecke dir für die nächste Schularbeit ein Ziel, das
zu erreichen ist. Es muss nicht unbedingt ein Einser sein. Ein Vierer als
Ziel tut es auch. Und wenn dann das Ziel erreicht oder sogar überschritten
ist, gibt das Kraft für weitere Schritte.
Oder der Arbeitsplatz bzw. die Arbeitsmittel sind so mangelhaft, dass das Lernen keinen Spaß machen kann. Lernen soll, soweit möglich, auch etwas Spass machen. Dazu ist die Umgebung wichtig.
Ein guter, angenehmer Arbeitsplatz, an dem einem nicht allzuviel ablenkt
(kein Fernseher, kein Computerspiel, keine laute Musik, kein anderer Lärm).
Eine gewisse Ordnung. Ein Pinbrett, das vom Arbeitsplatz aus sichtbar ist.
Postit-Kleber. Ordentliche Arbeitsmittel, gute Arbeitsgeräte, mit
denen auch gute Ergebnisse erzielt werden können.
Viele können durch Schreiben leichter Lernen. Sprachen lernt man besonders durch Hören. Daher Kassettenrecorder auf Aufnahme, den Text aufgesprochen, anhören.Wer beim Lernen etwas schreiben muss, damit er sich das merkt,....
Eine Verbindung von visuellen, akustischen, taktilen Reizen wäre
besonders ideal, aber nicht immer machbar.
Klar ist eine fixe Einteilung von Lernzeiten vom Unterricht abhängig. Aber grundsätzlich sollte jeden Tag mindestens ½ Stunde eingeplant werden, damit allfällige kurzfristige Erledigungen und vor allem die wichtige Tageswiederholungen gemacht werden können.
Hier ein Vorschlag: gehen Sie als Eltern am Schuljahresbeginn her, setzten
sich mit Ihrem Kind zusammen vor den Stundenplan und fordern Ihr Kind auf,
fünf Stunden der Woche fix als Lernzeit zu fixieren, jedne Tag aber
mindestens eine halbe Stunde.
z.B. bei ca. einer Stunde Lernzeit. Arbeiten die zu erledigen sind:
* Englisch Vokabeln, 20 neue Vokabeln 20 Minuten
* Deutsch schriftliche Arbeit im Sprachbuch 10 Minuten
* Mathematik Hausaufgabe 15 Minuten
* Physik Merkstoff wiederholen 10 Minuten
Und so wird das Ganze gemacht: jeder der oben genannten Punkte kommt
auf einen kleinen Zettel (Postit) und wird an eine Pinwand geheftet. Sobald
ein Punkt erledigt ist, verschwindet er von der Wand. So wird sichtbar
der Lernstoff weniger.
Bei dieser Gelegenheit könnten wir gleich ein weiteres Experiment machen. Wir versuchen unser über unser Kurzzeitgedächtnis sieben verschiedene Begriffe (möglichst in der richtigen Reihenfolge) zu erlernen:
1.Glaubenssätze verändern
2.Innere Vorstellung verändern
3.Realistische Ziele setzen
4.Gute Lernumgebung schaffen
5.Den persönlichen Lerntyp beachten
6.Zeitmanagement: Zeiteinteilung machen und Lernrhythmus beachten
7.Besondere Lerntechniken verwenden
Versuche diese sieben Punkte zu behalten. Ich frag etwas später
noch einmal nach.
Karteien gleichen die Vergessenskurve aus.
Auf Kärtchen wird der Merkstoff ordentlich aufgeschrieben, auf der Rückseite des Fragenkärtchens die Antwort. In der Lernbox sind vier verschiedene Fächer. Alle neuen Kärtchen kommen in Fach eins. Beim folgenden Durchgang nimmt man die Fragen aus Fach ein, ist die Antwort richtig, kommt das Kärtchen ein Fach höher in Fach zwei. Sie Fragen aus Fach eins kommen also bei JEDER Wiederholung dran.
Fach zwei kommt alle zwei Tage dran, richtig beantwortete Kärtchen gelangen in Fach drei, falche zurück in Fach eins. Fach drei kommt immer am Wochenende dran. Richtig beantwortete Kärtchen kommen ins letzte Fach, falsche zurück in Fach eins. Alle Monate einmal wird Fach vier gecheckt. Richtig beantwortet Kärtchen werden nun ausgeschieden, falsche kommen zurück in Fach eins.
So wird, was nicht gekonnt wird automatisch häufiger abgefragt. Bevor eine Frage die Lernbox verlässt, wurde sie mindestens vier mal richtig verschiedenen Abständen beantwortet.
Versuchen wir die sieben Punkte noch einmal zu reproduzieren..... schwer....
Die Positionen auf unserem Spaziergang. Das geht soOrte, die ich mir merke sind:
1.Der Ausgang der Hauptschule Glaubenssätze verändern
Ich knie betend bei der Türe
2.Der Parkplatz vor der HS Innere Bilder ändern Galerie
am Parkplatz
3.Die Bushaltestelle Lonserstraße Realistische Ziele stecken
Dartpfeile
4.Das Gasthaus zum Löwen Angenehme Lernumgebung Angeneme
Umgebung bei Wein
5.Der Sparladen Lerntyp beachten Bewegungstyp rennt quer durch
6.Die Volksschule Zeiteinteilung und Lernrhythmus beachten Pausenglocke
7.Die Kirch in Sulz Lerntechniken beachten Plan der Locitechnik-Positionen
Die Verbindung der Begriffe anschaulich schildern und gleich noch einmal wiederholen. So können wir uns nicht nur die einzelnen Punkte, sondern auch gleich die richtige Reihenfolge merken.
Man sieht an dieser Technik, dass die Organisation des Wissens ein ganz
wesentliches Moment beim Lernen ist. Ohne tun wir uns sehr schwer, das
Gelernte in der richten Reihenfolge wiederzugeben.
Allein das Nachdenken über die Struktur hilft, den Stoff leicher
in den Griff zu bekommen. Wenn ich daran denke, was ich da gemacht habe,
fallen mir viele Begriffe wieder ein. Diese Begriffe zeichne ich als Netzwerk
bzw. zusammenhängende Kette von Assoziationen auf Papier. Es entsteht
eine Art Landkarte mit den Gedankengängen als Straßen. Brainmap
nennt man eine solche Darstellung. Sie erleichtert das Erinnern enorm.
Brainmaps sind besonders geeignet, recht komplexes Wissen zu ordnen.
In den Realienfächern bietet sich diese Methode als Hilfe besonders
an.
Manche Fremdwörter sind mit Eselsbrücken leichter zu behalten.
Sie verbinden die Vorstellung, die man hört mit dem Begriff: Ente
- englisch duck gesprochen DACK ähnlich wie das deutsche DOCK, in
dem Schiffe gewartet werden. Also verbindet sich das Trockendock mit Schiff
mit einer Ente, die da schwimmt.
Denke ich an Ente, sehe ich das DOCK -> duck
Denke ich an duck, sehe ich das Dock mit der Ente -> Ente
Je origineller die Verbindungen sind, desto leichter lässt sich
das Gesuchte wiederauffinden. Nicht vergessen: Hier wird mit inneren
Bildern und Assoziationen gearbeitet.
Es gibt noch viele andere Techniken, die das Lernen erleichtern sollen. Im Wesentlichen geht es bei allen darum, das Wiederauffinden von Wissen im Gehirn zu organisieren. Daher noch einmal:
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