Astromobile - eine Sternwarte auf Rädern


Zur Beobachtung schwacher Objekte sollte eine Sternwarte auf hohen Bergen, fernab der Lichtverschmutzung durch unsere Städte errichtet werden. Wenige Nutzer würden den weiten Weg in Kauf nehmen. Beobachtungen des Mondes, der Planeten und natürlich der Sonne können auch von Ballungszentren sehr gut durchgeführt werden.

Aus diesen Überlegungen entstand die Idee einer mobilen Sternwarte. Auf einem Anhänger montiert sollten Fernrohre und Zubehör sofort einsatzbereit sein. Die Stärke des mobilen Observatoriums „Astromobile“ ist, dass es überall dort eingesetzt werden kann, wo interessierte Besucher warten, bei Schulen, auf Dorfplätzen oder in allen Gebirgsgegenden, die zumindest durch eine Forststraße erschlossen sind.

Ein Bericht zur Entstehung des Astromobiles

Seit geraumer Zeit ist das Große Walsertal ein Biosphärenpark im sinne der UNESCO-Vorgaben. Das internationale Jahr der Astronomie wurde neben der UNO auch von der UNESCO proklamiert. Das Konzept war stimmig und so konnten das Land Vorarlberg und die EU für eine Mitfinanzierung der mobilen Sternwarte gewonnen werden („Leader Projekt zur Regionalentwicklung).

Während der Sommermonate werden monatlich an verschiedenen Orten des Großen Walsertales Führungen und Vorträge mit der mobilen Sternwarte angeboten. Als Veranstalter fungiert das Management des „Biospährenparks Großes Walsertal“.
http://www.grosseswalsertal.at/
http://www.walsertal.at/

Am 5. Mai 2009 wurde in Blons die mobile Sternwarte „Astromobile“ in Betrieb genommen. Pater Markary von den Bludenzer Franziskanern nahm die Segnung vor. LAbg. Josef Türtscher übernahm den Ehrenschutz. Das Wetter spielte nicht ganz mit und so wurde kurzerhand ein Gipfelkreuz ins Visier genommen. Eine Kamera am Teleskop übertrug die Bilder auf einen großen Flachbildschirm. Mit einem interessierten Publikum wurden bei einem tollen Buffet unzählige Fragen diskutiert. Ohne die finanzielle Unterstützung durch ein Leader-Projekt sowie die technischen Lösungen der Firmen Martin, Wandl und Fritz wäre die Realisierung nicht möglich gewesen. Patrick Burtscher trug durch sein technisches Geschick die Tage vor der Eröffnung viel zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Biospährenpark-Managerin Ruth Moser im Gepräch mit Pater Makary

 

Das Astromobile im „irdischen“ Einsatz. Wegen Schlechtwetter wurde ein Gipfelkreuz ins Visier genommen.

 

Für Mond-, Sonnen- und Planetenbeobachtungen steht zusätzlich ein Omegon 5“ Refraktor zur Verfügung.

 

Am Tag kommt der Refraktor mit einem hochwertigen Solarscope Filter (H-Alpha Licht) zum Einsatz, mit dem Protuberanzenbilder der Sonne gezeigt werden können.

 



Mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung.