Interessante Phänomene am Himmel 2021


Finsternisse
sind seltene Highlights, wenn man von einem Ort aus beobachtet und nicht weltweit reisen möchte. Zuletzt gab es am 20. März 2015 eine partielle Sonnenfinsternis (70%) über Vorarlberg. Damals war ein Temperaturrückgang von fünf Grad und ein Knick im Ertrag von Photovoltaikanlagen zu vermerken.
Am 10. Juni ist kommt es um die Mittagszeit wieder zu einer Sonnenfinsternis, bei der der Mond 6% der Sonnenfläche bedeckt. Klarerweise kann das Phänomen nur mit Sofi-Brillen oder Geräten mit Schutzfolien betrachtet werden.

Helle Kometen, die man von freiem Auge sieht, werden nicht erwartet. Aber es kann Überraschungen geben; denken wir an den prächtigen Kometen NEOWISE letzten Sommer.

Von den Sternschnuppenströmen möchte ich neben den verlässlichen Perseiden auch die Geminiden hervorheben, die in den letzten Jahren ergiebiger wurden:
   Perseiden: das Maximum ist heuer am 12. August in den Morgenstunden. Der Mond stört nicht, er geht kurz vor 23 Uhr unter. Im Schnitt ist eine Sternschnuppe pro Minute zu erwarten.
   Geminiden: von 6. bis 16. Dezember; Maximum in der Nacht vom 13./14. Dezember. Der zunehmende Mond stört zwar etwas, aber eine Beobachtung ab zirka 21 Uhr lohnt sich allemal. Es ist ebenfalls eine Sternschnuppe pro Minute zu erwarten.

Jupiter und Saturn sind im August (20. 8. und 2. 8.) in Opposition zur Sonne und somit die ganze Nacht zu beobachten.

Venus ist im Jänner noch als Morgenstern zu sehen, dann unbeobachtbar und ab Ende April wieder Abendstern.

Mars ist noch bis Juli zu sehen, wird aber zusehends unauffälliger. Anfang März zieht er durch das "goldene Tor der Ekliptik". So wird das Gebiet im Sternbild Stier zwischen den Sternhaufen der Hyaden und Plejaden genannt.

Merkur ist wegen seiner Nähe zur Sonne schwer beobachtbar. Heuer gibt es aber einige Gelegenheiten; z.B. im ersten Märzdrittel am Abendhimmel kurz nach Sonnenuntergang.