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Schulsozialarbeit

mobil – kompetent – interdisziplinär – integrativ

  

Mobile LehrerInnen für SchülerInnen mit Sehschädigung

 

Unter dem Begriff Sehschädigung werden sehbehinderte und blinde Kinder zusammengefasst.
Als sehbehindert werden Menschen bezeichnet, deren Sehvermögen trotz optimaler Korrektur mit Brille oder Linse stark herabgesetzt ist.

Auftraggeber:
LandeslehrerInnen der Vlbg. Landesregierung, im Auftrag des LSI Günter Gorbach

Ausbildung:
Pflichtschullehrerstudium mit sonderpädagogischer Zusatzausbildung für SchülerInnen mit Sehschädigung

   Aufgabenbereiche:
Integrative Betreuung von SchülerInnen mit Sehschädigung in allen Pflichtschulen und weiterführenden Schulen Vorarlbergs.
Die SchülerInnen werden nach dem Lehrplan für blinde und hochgradig-sehbehinderte SchülerInnen unterrichtet.

        
Zusammenarbeit

  1. Kontaktaufnahme mit Kind, Eltern, Frühförderung, KindergärtnerInnen….
  2. Kontakt zu und Beratung von Lehrpersonen, DirektorInnen, MitschülerInnen bezüglich sehbehindertenspezifischen Themen
  3. Brücke: Eltern – Schule (z. B. regelmäßiger Informationsaustausch zwischen Eltern und Schule)
  4. bei Bedarf Begleitung zu AugenärztInnen, OptikerInnen und Sehschule
  5. Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften (z. B. MobilitätstrainerInnen, ErgotherapeutInnen,….)
  6. Austausch und Koordination innerhalb des Tätigkeitsbereiches (Fachbesprechungen im Team)

Ausstattung

  1. Einrichtung des Arbeitsplatzes (z. B. optimale Beleuchtung, blindenspezifische Geräte, optische Hilfsmittel,…)
  2. Beratung über Hilfsmittel
  3. Anschaffung, Einführung und Training mit Hilfsmitteln

 

Low Vision

  1. Abklärung des Sehvermögens durch eine Low Vision Trainerin in der jeweiligen Klassensituation und Beratung über spezielle Maßnahmen zur optimalen Nutzung der Sehfähigkeit.

 
Beratung

  1. Methodische und pädagogische Beratung der Lehrpersonen (z. B. vergrößerte Bücher bzw. Arbeitsblätter, adaptierte Lehrmaterialien, Speziallineaturhefte,…)
  2. Projekte zur Sensibilisierung des schulischen Umfeldes zum Thema Sehschädigung (z. B. Veranschaulichung mit Hilfe von Augenbinden und Simulationsbrillen,…)

Pädagogische Maßnahmen

  1. individuelle Begleitung innerhalb/außerhalb des Klassenverbandes

(Je nach Bedürfnis des Kindes und dessen Umfeldes wird es im Unterricht begleitet oder in Einzelbetreuung gefördert.)

  1. sehbehindertenspezifische Förderung (z. B. Wahrnehmungsförderung, Augentraining,…)
  2. Vermitteln von Blindentechniken und Umgang mit blindenspezifischen Lehr- und Lernmitteln
  3. Begleitung bei Schulveranstaltungen
  4. Unterstützung in Mobilität und Lebenspraktischen Fertigkeiten (z. B. Körperschutztechniken, Bewältigen von Alltagssituationen,…)
  5. beratende Unterstützung bei Schulübertritten und berufsvorbereitenden Maßnahmen
  6. Beobachtung des funktionalen Sehens und entsprechende Angebote setzen (z. B. Raumorientierung, Vergrößerungen, Hilfsmittel, Lupentraining,…)
  7. Schulung der verschiedenen Wahrnehmungsbereiche
  8. Vor- und Nachbereitung von Unterrichtsinhalten, die hohe Anforderungen an das Sehen stellen
  9. Schulübergreifende Projekte (z. B. Erlebnistage)

 
Aus der Praxis der Blinden- und SehbehindertenpädagogInnen:

blinde2Melanie arbeitet mit einem Monokular, ein Fernglas für ein Auge, um die Texte und Bilder in der Ferne erkennen zu können. Bei extremer Kurzsichtigkeit kann in einer Entfernung von mehr als 1 m nichts mehr klar erkannt werden. Ein Monokulartraining unterstützt die Informationsaufnahme in der Ferne.

 

 

blinde3Fabian erarbeitet Zahlen und Buchstaben mit großen bunten Formen in hohem Kontrast, um ihn in seiner Sehbehinderung zu unterstützen.

 

 

 

 

 

 

 

 

blinde4Samet ist vollblind und arbeitet an einer Braille-Zeile mit Notebook. Der Schüler arbeitet mit Punktschrift, die Lehrerinnen und Lehrer, sowie die Mitschüler verfolgen am Bildschirm seine Arbeitsschritte.