Weiterführende Information

UHVf20_19_k.jpg
Das Kloster St. Gerold

 

blind

Nach der Errichtung eines Klösterchens über dem Grab des Einsiedlers Gerold (etwa um das Jahr 1000) bewirtschafteten zunächst rätoromanische Bauern den „Klosterberg“, später ließen sich dort Walser nieder. Im Namen des Fürstabtes von Einsiedeln übte der Propst (= Vorsteher einer Klosterexpositur) die niedere Gerichtsbarkeit aus.1648 kamen der angrenzende Gaßnerberg und Valentschina (heutiges Blons) zur Reichsherrschaft St. Gerold. 718 erhielt diese Herrschaft die Hohe Gerichtsbarkeit. Zur Zeit der Franzosenkriege (1802) verlor das Kloster Einsiedeln die Herrschaft St. Gerold. Die Mönche durften jedoch die Klostergüter als Pächter weiterhin bewirtschaften.1839 konnte das Kloster Einsiedeln einen Teil seiner früheren Besitzungen wieder zurückerwerben. Im Laufe der Geschichte wurde die Klosteranlage immer wieder erneuert und erweitert. Bei der letzten Neugestaltung 1965/66 konnten die Fundamentmauern der ehemaligen romanischen Kirche sowie das Grab des hl. Gerold freigelegt und in der heutigen Unterkirche zugänglich gemacht werden (siehe Bild 18). Das heutige Kloster besteht aus Propsteikirche (seit 1779 auch Pfarrkirche von St. Gerold), Friedhof, Geroldsraum, Krypta, Antonin-Kapelle, „Wyberhus“, „Klosterkeller“, Gästezimmer, Personalwohnungen und Wirtschaftsgebäuden. Unter Pater Nathanael Wirth (seit 1959 Propst in St. Gerold) erlebte das Kloster einen wirtschaftlichen Aufschwung und wurde zu einem kulturellen Zentrum für das Land und die nahe Schweiz.

zurück

blindtext

Webgestaltung: Ferry Orschulik

 

Senden Sie Ihre Anregungen und Kritiken an das Schulmediencenter