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GENETIK

Anwendung der Gentechnik in der Kriminalistik (3)

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Der Weg zum genetischen Fingerabdruck

Mit der Einführung der DNA-Analyse hat sich in der gerichtlichen Spurenkunde eine revolutionäre Wende vollzogen. Die Individualisierung von biologischen Spuren war von je her ein Hauptanliegen der Rechtspflege. Mit Hilfe der DNA-Analyse kann es gelingen, den Verursacher von Spuren zu identifizieren oder aber auszuschließen. Das Verfahren ist inzwischen so weit ausgereift, dass auf konventionelle Blutgruppenbestimmungen verzichtet werden kann.

1985 beschäftigte sich der britische Molekularbiologe ERIC JEFFREY mit der Erforschung einer Erbkrankheit. Zufällig entdeckte er dabei, dass sich zwischen den eigentlichen Genen (also den Teilen der DNA, die einen Code für ein Protein zeigen) weitere zusätzliche Abschnitte befinden, in denen eine Vielzahl von Informationen vorhanden sind. Diese zwischen den eigentlichen Genen liegenden Informationen sind - mit Ausnahme bei eineiigen Zwillingen - von Mensch zu Mensch verschieden.

Jeffrey erkannte, dass seine Entdeckung zu Identifizierungszwecken dienen könnte und publizierte sie. Die DNA-Analyse wurde vorerst von der britischen Einwanderungsbehörde verwendet. Immigranten müssen dort nämlich nachweisen, dass sie bereits Verwandte im Lande haben.

Im Jahre 1986 ereignete sich in einer englischen Kleinstadt eine Serie von Mädchenmorden. Da sehr wenig Spurenmaterial gesichert werden konnte, entschloss sich Scottland Yard, das DNA-Verfahren anzuwenden.

In einer Rasterfahndung wurden alle männlichen Einwohner der besagten Kleinstadt überprüft und Vergleichsblut wurde abgenommen. Dies führte zur Ausforschung des Täters. Das DNA-Verfahren wurde vom FBI übernommen und verbessert. Auch einige europäische Institute begannen auf diesem Sektor zu forschen.

In Österreich wurde im kriminalistischen Bereich die DNA-Analyse erstmalig bei Mordfällen UNTERWEGER und POBORNIKOFF angewandt. Beide Fälle beziehen sich auf Vorarlberg und werden vom INSTITUT FÜR RECHTSMEDIZIN BERN (Prof. DIRNHOFER) bearbeitet.

Die DNA-Analyse ist ein Vergleich von Bandenmustern:

Stimmen die Bandenmuster zwischen der Spur und einer mit der Spur in Zusammenhang gebrachten Person an allen untersuchten genetischen Merkmalen überein, ist diese Person als Spurenleger eingeschlossen. Die Wahrscheinlichkeit, mit der diese Person tatsächlich der Spurenleger ist, kann statistisch berechnet werden. Sie liegt in der Regel über 1:1000 und kann höher sein als 1:100 Millionen.

Besitzt umgekehrt eine mit einer bestimmten Spur in Zusammenhang gebrachte Person keines der DNA-Stücke, wie sie in der Spur vorhanden sind, so kommt diese Person nicht als Spurenverursacher in Betracht und ist somit ausgeschlossen.

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Zwei Genetikthriller vom Autor dieser Seite

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben im Diesseits.
(Fortsetzung von Typhon District)
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension