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ANATOMIE/PHYSIOLOGIE

Neurologie [5] - Das Rückenmark

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Das Rückenmark:

RückenmarkGeschützt im Wirbelkanal der Wirbelsäule liegt das Rückenmark. Im Querschnitt erkennt man zentral den Rückenmarkskanal und die graue Substanz. Sie enthält die Zellkörper von Nervenzellen. Umgeben ist die graue Substanz von der weißen Substanz, die aus markhaltigen Axonen der Nervenzellen besteht. Diese Axone dienen der Verbindung einerseits zwischen den Sinnesorganen, anderen Abschnitten des Rückenmarks und dem Gehirn, andererseits zwischen dem Gehirn und den Erfolgsorganen. Über die hinteren Rückenmarkswurzeln treten sensorische Axone ins Rückenmark ein, während die motorischen Axone in den vorderen Wurzeln das Rückenmark verlassen.

Reflexe: Blitzschnell zuckt die Hand von der heißen Herdplatte zurück. Erst danach melden sich Schmerz und Einsicht. Der Rückziehreflex ist unbewusst abgelaufen. Rezeptoren in der Hand, Schaltneurone im Rückenmark und motorische Nervenzellen, die zum Oberarmbeuger führen, bilden dabei Reflexbögen. Beim Kniesehnenreflex fehlen dagegen Schaltneurone. Von den Axonen der Sinnesnervenzellen, deren Dendriten in den Muskelspindeln sitzen, wird unmittelbar auf motorische Nervenzellen umgeschaltet.

Reflexe führen auf kürzestem Weg und damit rasch zu einer zweckmäßigen Reaktion.

Die meisten unserer Muskeln sind auch im Ruhezustand leicht angespannt. Nur auf diese Weise wird unsere aufrechte Haltung möglich, denn ohne ständige Muskelspannung würde das Skelett in sich zusammenfallen. Diese "Vorspannung" der Muskeln nennt man Haltetonus.

Dass wir bei aufrechter Haltung in den Kniegelenken nicht einknicken, verhindert der Kniesehnenreflex. Schon leichtes Einknicken im Kniegelenk dehnt den Streckmuskel im Oberschenkel, der Reflex wird ausgelöst. Dies führt zu einer ausgleichenden, von den Muskelspindeln kontrollierten Kontraktion dieses Muskels. Das wiederum ist nur möglich, wenn der Haltetonus des Gegenspielers, des Beugers, während der Kontraktion des Streckers durch Hemmung ausgeschaltet wird. Zieht sich andererseits der Beugemuskel zusammen, erschlafft der Strecker durch Hemmung. Diese gegenseitige Hemmung ist ein wichtiges nervöses Schaltprinzip jeder antagonistischen Muskelbewegung.

Beim Kniesehnenreflex liegt der Rezeptor im Erfolgsorgan. Deshalb nennt man ihn Eigenreflex. Da er auf bestimmte Reize hin unbedingt und über nur eine Synapse abläuft, ist er gleichzeitig ein unbedingter, monosynaptischer Eigenreflex. Der Rückziehreflex ist ein unbedingter, polysynaptischer Fremdreflex.

Viele Reflexe wie Rückziehreflex, Kniesehnenreflex, Niesreflex, Hustenreflex, Brechreflex, Pupillenreflex und Lidschlussreflex haben eine wichtige Schutzfunktion.



Bild: Kniesehnenreflex: Gegenseitige Hemmung sorgt dafür, dass bei einer Kontraktion der Haltetonus des Gegenspielers ausgeschaltet wird.

Bilder:
Goll/Schwoerbel: Sinne, Nerven, Hormone (Cornelsen-Velhagen & Klasing)
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Zwei Genetikthriller vom Autor dieser Seite

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben im Diesseits.
(Fortsetzung von Typhon District)
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension